23 Jan 2026

Wie man mit dem Investieren beginnt: Praktische Schritte für Einsteiger

Kristiāns Purviņš erklärt die Grundlagen des Investierens, die wichtigsten Risiken und die ersten Schritte, um mit dem Investieren zu beginnen.

Expert Insights

Der Einstieg ins Investieren wirkt oft kompliziert, basiert in der Praxis jedoch auf einigen klaren Prinzipien und gut durchdachten Schritten. In diesem Artikel teilt Kristiāns Purviņš, Leiter der Investmentplattform TWINO, eine praxisnahe Perspektive dazu, wie man mit dem Investieren beginnt und langfristige finanzielle Sicherheit aufbaut.

Wie investiert man Geld und baut passives Einkommen auf?

Investieren ermöglicht es, freie Mittel effizienter zu nutzen als nur zu sparen und so schrittweise langfristige finanzielle Sicherheit aufzubauen. Heute haben Privatanleger Zugang zu mehreren regulierten Lösungen – Wertpapierkonten bei Banken, lizenzierten Brokern und Investmentplattformen, die Zugang zu verschiedenen Finanzinstrumenten bieten.

Vereinfacht gesagt bedeutet der Einstieg ins Investieren, einen Teil der verfügbaren Mittel in Finanzinstrumente mit einem klaren Ziel und Zeithorizont anzulegen – im Bewusstsein möglicher Wertschwankungen.

Unabhängig von der gewählten Investitionsmethode ist es entscheidend, die mit dem Investieren verbundenen Risiken, die Kosten (Gebühren, Währungsumrechnung) und den Anlagehorizont zu verstehen. Kurzfristige Schwankungen an den Finanzmärkten sind normal; nachhaltige Ergebnisse werden in der Regel durch einen langfristigen Ansatz und diszipliniertes Handeln erreicht – nicht dadurch, Marktbewegungen vorhersagen zu wollen.

Was bedeutet „mit dem Investieren beginnen“?

Mit dem Investieren zu beginnen bedeutet, bewusst die Gewohnheit aufzubauen, regelmäßig freie Mittel in Finanzanlagen zu investieren, die über einen bestimmten Zeitraum zum Kapitalwachstum beitragen oder passives Einkommen generieren können. Anlageklassen können beispielsweise Wertpapiere, Investmentfonds und ETFs, Anleihen, Immobilien, Kreditportfolios auf Investmentplattformen oder auch Kryptoassets umfassen.

Das Ziel des Investierens ist meist eines der folgenden:

  • Kapitalwachstum durch langfristige Wertsteigerung der Anlagen

  • Passives Einkommen, z. B. Zinsen oder Dividenden

  • Eine Kombination aus beidem, um Wachstum und Cashflow auszubalancieren
    Wichtig ist, Einkommen vom Gesamtergebnis der Investition zu unterscheiden. Einkommen ist ein regelmäßiger Cashflow, während das Anlageergebnis die Veränderung des Werts Ihres Portfolios über einen bestimmten Zeitraum widerspiegelt.

Wo investieren: die gängigsten Anlagearten

Privatanleger haben Zugang zu verschiedenen Anlageinstrumenten, die sich hinsichtlich Risikoniveau, Liquidität und potenzieller Rendite unterscheiden. Die folgende Übersicht hilft zu verstehen, welche Anlagearten für Einsteiger geeignet sein können und welche mehr Erfahrung erfordern.

Für Einsteiger sind diversifizierte Anlagen wie Fonds oder ETFs in der Regel besser geeignet, da sie den Einfluss eines einzelnen Unternehmens oder Sektors auf das Gesamtergebnis des Portfolios reduzieren und es ermöglichen, mit dem Markt zu wachsen. Risikoreichere Instrumente können höhere potenzielle Renditen bieten, erfordern jedoch mehr Erfahrung und die Fähigkeit,

Wertschwankungen im Portfolio auszuhalten oder spezifische Risiken einzugehen.

Bei der Entscheidung, wo investiert werden soll, sollten Sie immer berücksichtigen:

  • Wie viel Risiko Sie bereit sind einzugehen

  • Wie schnell Sie auf Ihr Geld zugreifen möchten

  • Welche Anlageziele Sie verfolgen

Aufbau eines Sicherheitsnetzes – der erste Schritt vor dem Investieren

Bevor Sie Ihre erste Investition tätigen, ist es wichtig, eine stabile finanzielle Basis aufzubauen. Neue Anleger fragen oft, wie man investiert – noch wichtiger ist jedoch zu verstehen, mit welchen Mitteln man es tut. Wenn Sie Geld investieren, das Sie in naher Zukunft benötigen könnten, besteht das Risiko, übereilte und ungünstige Entscheidungen zu treffen.

Ein finanzielles Sicherheitsnetz bedeutet in der Regel Ersparnisse, die 3–6 Monate der regelmäßigen Ausgaben abdecken. Solche Rücklagen helfen, eine langfristige Perspektive zu bewahren und impulsive Entscheidungen während Marktschwankungen zu vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Zeithorizont. Mittel, die in den nächsten 1–3 Jahren benötigt werden könnten, werden meist in risikoärmere Instrumente gelegt; für langfristige Ziele (z. B. Ruhestand oder Kapitalaufbau) können Anlagen mit höherem Wachstumspotenzial gewählt werden.
Um umsichtig und sicher zu investieren, nutzen Sie diese kurze Checkliste:

  • Sicherheitsnetz: Halten Sie einen Teil Ihrer Mittel jederzeit verfügbar – in Ersparnissen, auf einem Konto oder in einer sehr liquiden Anlage

  • Zeithorizont: Wann planen Sie, das investierte Geld zu verwenden?

  • Regelmäßigkeit: Wie viel und wie oft können Sie investieren?

  • Risikotoleranz: Wie viel Volatilität im Portfolio können Sie akzeptieren, ohne Ruhe und Plan zu verlieren?

  • Gebühren und Bedingungen: Stellen Sie sicher, dass Sie Transaktionskosten und Bedingungen der Anlageprodukte verstehen

Wie wählt man einen zuverlässigen Investmentdienstleister aus?

Anleger können zwischen Geschäftsbanken, lizenzierten Brokern und regulierten Investmentplattformen wählen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen Lösungen betreffen Gebühren, verfügbare Finanzinstrumente, Nutzererlebnis und das regulatorische Umfeld.

Bei der Wahl eines Anbieters ist es wichtig sicherzustellen, dass er gemäß den geltenden Vorschriften lizenziert und beaufsichtigt ist.
Bevor Sie ein Konto eröffnen und Geld überweisen, empfiehlt es sich zu prüfen:

  • Lizenz und Aufsicht: ob das Unternehmen registriert und reguliert ist

  • Kosten: Transaktionsgebühren, Kontoführung und Kosten für Währungsumtausch

  • Geldsicherheit: Trennung von Kundengeldern und Auszahlungsprozesse

  • Produkttransparenz: ob klar ist, wie Renditen entstehen und welche Risiken möglich sind
    Sie sollten außerdem mit AML/KYC-Prüfungen rechnen, einschließlich Identitätsprüfung und Angaben zur Herkunft der Mittel. Diese Verfahren sind eine obligatorische Sicherheitsanforderung auf Finanzmärkten. Auf nicht regulierten Plattformen ist die Registrierung oft sehr einfach und es werden wenige Informationen abgefragt – das bedeutet jedoch auch ein geringeres Maß an Anlegerschutz. Auf regulierten und beaufsichtigten Plattformen dauert die Registrierung länger, weil die Sicherheitsanforderungen deutlich höher sind.

Welche Anlageinstrumente sind für Einsteiger geeignet?

Für Einsteiger ist beim Investieren nicht der einzelne Trade am wichtigsten, sondern ein strukturierter und verständlicher Ansatz. Instrumente mit hoher Diversifikation ermöglichen es, Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig das Risiko auf einem kontrollierbaren Niveau zu halten.

Breit diversifizierte Fonds oder ETFs gehören zu den beliebtesten Lösungen für Einsteiger, weil man mit einer einzigen Investition an der Entwicklung vieler Unternehmen teilhaben kann. Das reduziert den Einfluss eines einzelnen Unternehmens oder Sektors auf das Gesamtergebnis des Portfolios.

Anleihen und Geldmarktinstrumente dienen häufig als stabilisierendes Element im Portfolio. Sie bieten einen besser planbaren Cashflow und können helfen, eine langfristige Strategie auch in Phasen erhöhter Volatilität beizubehalten. Mit zunehmender Erfahrung und einem diversifizierten Basisportfolio kann es sinnvoll sein, Investments in einzelne Aktien zu erwägen – im Bewusstsein höherer Schwankungen und Risiken.

In der Praxis werden diese Instrumente über Investmentplattformen oder Konten genutzt, die als Umfeld für das Tätigen und Verwalten von Anlagen dienen. Eine Plattform selbst ist kein Anlageinstrument, sondern ein Werkzeug, das Zugang zu verschiedenen Instrumenten bietet, das Portfolio nachverfolgbar macht und Bedingungen an einem Ort übersichtlich darstellt. Für Einsteiger erleichtert das häufig die ersten Schritte, weil der Prozess strukturiert und klar ist.

Wie man mit dem Investieren beginnt – Schritt für Schritt

Nach der Auswahl der passenden Anlageinstrumente folgt der praktische Teil. Einsteigern wird empfohlen, mit kleinen, regelmäßigen Beträgen zu starten und übereilte Entscheidungen zu vermeiden, die von Emotionen oder kurzfristigen Marktschwankungen getrieben sind.
Ein einfacher und übersichtlicher Anlageplan:

  • Ziel und Zeithorizont festlegen – z. B. langfristiger Kapitalaufbau oder Aufbau passiven Einkommens

  • Erstes Anlageprodukt wählen – ein diversifizierter Fonds, ein ETF oder ein anderes gut verständliches Instrument

  • Regelmäßig investieren – z. B. einmal im Monat an einem festen Datum

  • Portfolio regelmäßig überprüfen – z. B. einige Male pro Jahr, statt auf jede Marktbewegung zu reagieren

  • Notfallplan erstellen – was Sie bei kurzfristigen Rückgängen tun, um die langfristige Strategie beizubehalten
    Am Anfang ist das Hauptziel nicht der maximale Gewinn, sondern der Aufbau einer disziplinierten Investiergewohnheit, die langfristig stabile Ergebnisse ermöglichen kann. Und das ist auch mit kleinen Beträgen möglich – zum Beispiel kann man auf der TWINO-Plattform bereits ab €1 in asset-backed loans investieren, was die Einstiegshürde senkt und den Fokus auf die Gewohnheit statt auf die Höhe des Startkapitals legt.

Steuern – worauf neue Anleger achten sollten

Steuerregeln für Kapitalerträge unterscheiden sich je nach Land und können je nach Instrument, Kontotyp und Art des Zuflusses variieren. In manchen Fällen wird die Steuer automatisch einbehalten, in anderen müssen Erträge vom Anleger selbst erklärt werden.
Wenn Sie – sofern verfügbar – ein Investmentkonto-Regime nutzen, kann die Steuer erst dann anfallen, wenn Sie mehr Mittel entnehmen, als Sie eingezahlt haben; das kann längeres Reinvestieren ermöglichen. Erträge aus dem Ausland können Doppelbesteuerungsregeln unterliegen, daher ist es wichtig, Kontoauszüge aufzubewahren und sicherzustellen, dass die Dokumentation auf Ihrer Investmentplattform verfügbar ist.

Die häufigsten Fehler beim Investieren, die man vermeiden sollte

Einer der häufigsten Fehler ist das Investieren ohne klaren Plan – Trades aus Emotionen heraus, häufige Strategieänderungen oder Verkäufe während kurzfristiger Marktrückgänge. Dieser Ansatz wirkt sich oft negativ auf langfristige Ergebnisse aus.
Ein weiteres Risiko ist das Unterschätzen von Kosten. Transaktionsgebühren, Kosten für Währungsumrechnung und andere Gebühren können die Gesamtrendite langfristig deutlich reduzieren – selbst wenn die Anlageentscheidungen grundsätzlich richtig waren.

Besondere Vorsicht ist bei Angeboten geboten, die garantierte oder ungewöhnlich hohe Renditen versprechen. An den Finanzmärkten ist eine höhere potenzielle Rendite stets mit höherem Risiko verbunden; daher ist es vor einer Investition wichtig, die Struktur des Angebots vollständig zu verstehen.

Nächster Schritt: Wählen Sie einen Einstieg, der für Sie klar ist

Investieren wird leichter verständlich, wenn Sie mit einem klaren Ziel, einem Zeithorizont und einem einfachen Plan starten. Vor einer Entscheidung empfiehlt es sich, die Materialien der Plattform zu den ersten Schritten, Kosten und Risiken zu lesen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie den Bereich FAQ und Tutorials auf der Website oder kontaktieren Sie den Kundensupport, wenn Sie eine Klärung benötigen.

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Dieses Material dient Informationszwecken und stellt keine individuelle Anlageempfehlung dar.