08 Apr 2026

Asset-Backed Securities (ABS): Was sie sind und wie sie funktionieren

Erfahren Sie, was Asset-Backed Securities (ABS) sind und wie sie funktionieren. Verstehen Sie, wie Erträge aus Kreditportfolios entstehen, welche Risiken bestehen und wie ABS zur Diversifikation beitragen können.

Expert Insights

Im heutigen Investmentumfeld suchen Anleger zunehmend nach Lösungen, die planbare Einnahmen, Diversifikation und eine relativ transparente Risikostruktur kombinieren. Ein solches Instrument sind Asset-Backed Securities (ABS).

In diesem Artikel erklärt der Leiter der TWINO Investmentplattform, Kristiāns Purviņš, was ABS sind, wie sie funktionieren und welche Aspekte Anleger bei der Bewertung von Rendite, Risiken und Portfolio-Diversifikationberücksichtigen sollten.

Kurz zusammengefasst:

  • Asset-Backed Securities (ABS) sind Finanzinstrumente, die auf Cashflows aus Kreditportfolios basieren

  • Die Erträge stammen aus Rückzahlungen der Kreditnehmer

  • ABS ermöglichen Diversifikation durch Streuung über viele Kredite

  • Typische Renditen liegen bei etwa 6–12 % jährlich

  • Zentrale Risiken sind Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Plattformrisiko

Die Rolle von ABS in modernen Finanzmärkten

Heute sind Asset-Backed Securities ein wichtiger Bestandteil des globalen Finanzsystems. Sie verbinden zwei zentrale Gruppen:

  • Anleger, die nach Einkommensmöglichkeiten suchen

  • Unternehmen, die Finanzierung für ihre Kreditvergabe benötigen

ABS-Strukturen ermöglichen es Unternehmen, Kapital effizienter zu nutzen und weiterhin neue Kredite zu vergeben. Gleichzeitig erhalten Anleger Zugang zu kreditbasierten Investitionen, ohne einzelne Darlehen selbst verwalten zu müssen.

Aus diesem Grund sind ABS zunehmend auch auf digitalen Investmentplattformen verfügbar und werden einem breiteren Anlegerkreis zugänglich.

ABS-Investitionen auf Investmentplattformen

In den letzten Jahren sind ABS durch digitale Plattformen auch für Privatanleger zugänglicher geworden.

Auf der TWINO-Plattform können Anleger beispielsweise in Wertpapiere investieren, die auf Kreditportfoliosbasieren, wie Konsumentenkredite oder Autofinanzierungen.

In dieser Struktur erwirbt der Anleger ein Finanzinstrument, dessen Erträge an die Cashflows der zugrunde liegenden Kredite gekoppelt sind. Dadurch entsteht eine Diversifikation über ein breites Kreditportfolio, statt über ein einzelnes Darlehen.

Wie funktionieren Asset-Backed Securities?

Auch wenn der Name komplex klingt, ist das Grundprinzip einfach: Anleger investieren in ein Wertpapier, dessen Wert und Erträge auf Cashflows aus realen finanziellen Vermögenswerten basieren, wie Kredit- oder Leasingzahlungen.

Deshalb gelten ABS als interessante Option für Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren und Einnahmen aus Kreditinvestitionen erzielen möchten.

Vereinfacht dargestellt funktioniert der Prozess wie folgt:

  • Ein Finanzinstitut oder Unternehmen vergibt zahlreiche Kredite

  • Diese Kredite werden zu einem Portfolio gebündelt

  • Auf Basis dieses Portfolios werden Wertpapiere emittiert

  • Anleger investieren in diese Wertpapiere

  • Anleger erhalten Einnahmen aus den Rückzahlungen der Kreditnehmer

Somit entstehen Erträge aus dem Cashflow eines breit diversifizierten Kreditportfolios und nicht aus einem einzelnen Kredit.

Typische zugrunde liegende Vermögenswerte

ABS basieren in der Regel auf Vermögenswerten mit regelmäßigen und planbaren Cashflows, wie:

  • Leasingzahlungen für Fahrzeuge

  • Konsumentenkredite

  • Kreditkartenforderungen

  • Studienkredite

  • Geräteleasing

  • Kredite an kleine und mittlere Unternehmen

ABS werden häufig mit festverzinslichen Anlagen wie Anleihen verglichen. Der Unterschied besteht darin, dass die Rendite aus einem spezifischen Kreditportfolio stammt und nicht aus der allgemeinen Finanzlage des Emittenten.

ABS aus Sicht des Anlegers

Betrachten wir, wie solche Investitionen in der Praxis aussehen – einschließlich Laufzeiten, Renditen, Risiken und Schutzmechanismen.

Typische Laufzeiten von ABS-Investitionen

Die Laufzeit hängt in der Regel von den zugrunde liegenden Krediten ab.

Übliche Laufzeiten sind:

  • 6–12 Monate – kurzfristige Strukturen

  • 1–3 Jahre – eine der häufigsten Laufzeiten

  • 3–5 Jahre – längere Kreditportfolios, z. B. Autofinanzierung

  • über 5 Jahre – häufiger im institutionellen Bereich

Kürzere Laufzeiten bieten in der Regel höhere Liquidität, während längere Laufzeiten stabilere Einnahmenermöglichen können.

Einige Plattformen bieten auch einen Sekundärmarkt, der einen vorzeitigen Verkauf ermöglicht, jedoch nicht garantiert ist.

Erwartete Renditen von ABS

Die Rendite hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Art der Kredite

  • Risikoprofil der Kreditnehmer

  • Sicherheiten

  • Marktbedingungen

  • Laufzeit

Typische Renditen für Privatanleger:

  • 6–8 % jährlich – geringeres Risiko

  • 8–10 % jährlich – mittleres Risiko

  • 10–12 %+ jährlich – höheres Risiko

Die Rendite ist in der Regel fest strukturiert, mit regelmäßigen Zinszahlungen.

Warum ABS-Investitionen in Betracht ziehen?

Regelmäßige Einnahmen

Konstante Zinszahlungen gemäß Zahlungsplan.

Diversifikation

Streuung über viele Kredite.

Planbare Laufzeit

Erleichtert die Finanzplanung.

Durch reale Vermögenswerte gedeckt

Basierend auf realen Cashflows.

Wesentliche Risiken von ABS

Kreditrisiko

Ausfall von Kreditnehmern.

Vorzeitige Rückzahlung

Geringere Zinserträge möglich.

Liquiditätsrisiko

Eingeschränkte Flexibilität.

Plattformrisiko

Abhängigkeit von der Plattform und deren Struktur, Regulierung und Prozessen.

Risikomindernde Mechanismen

Sicherheiten

Fahrzeuge, Geräte oder Unternehmenswerte.

Überbesicherung

Zusätzliche Sicherheitsreserve.

Eigenbeteiligung des Emittenten

Risikoteilung.

Reservefonds

Zur Absicherung von Zahlungsverzögerungen.

Praktische Tipps für Anleger

1. Verstehen Sie die zugrunde liegenden Vermögenswerte

Was erzeugt den Cashflow?

2. Bewerten Sie die Sicherheiten

Mehr Stabilität.

3. Prüfen Sie die Laufzeit

Passend zur eigenen Strategie.

4. Diversifizieren Sie

Risiko streuen.

5. Prüfen Sie die Plattform

Regulierung und Erfahrung.

Fazit

Asset-Backed Securities (ABS) ermöglichen es Anlegern, Erträge aus realen finanziellen Vermögenswerten wie Krediten oder Leasingzahlungen zu erzielen.

Sie bieten eine interessante Möglichkeit zur Diversifikation und zur Generierung planbarer Einnahmen.

Gleichzeitig ist es wichtig, Risiken wie Kreditwürdigkeit, Portfolio-Struktur und Anlagebedingungen sorgfältig zu bewerten.

Gut ausgewählte ABS-Investitionen können eine wertvolle Ergänzung für ein diversifiziertes Portfolio sein.

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Dieses Material dient Informationszwecken und stellt keine individuelle Anlageempfehlung dar.